BSW-Fraktion Brandenburg

Pressemitteilung zum Heutigen Gedenken in Sachsenhausen

An einer heutigen Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen nahmen Abgeordnete der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg teil. Die heutigen Veranstaltung, an der zahlreiche Bürgerinnen und Bürger und Vertreter aus Russland, Belarus und Kasachstan teilnahmen, fand auch deswegen statt, weil u.a. Vertreter Russlands laut Äußerungen des Direktors der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätten, Axel Drecoll, angekündigt hatte, eine umstrittene Handlungsempfehlung aus dem Auswärtigen Amt durchzusetzen und zur Not mit Sicherheitskräften den russ. Botschafter entfernen würde.

„Das Gedenken an die Befreiung vom Faschismus sollte objektiv sein und nicht politisch vereinnahmt werden und gemeinsam stattfinden“, so der BSW-Landtagsabgeordnete Andreas Kutsche.

Die Entscheidung russische Vertreter am 04. Mai nicht zum Gedenken einzuladen, kritisiert die BSW-Fraktion scharf. „Die Stiftung ist gegenüber dem Land Brandenburg nicht weisungsgebunden und das ist gut so. Aber das BSW vertritt hier ausdrücklich eine andere Meinung als Herr Drecoll“, so Kutsche.

2025 jährt sich die Befreiung Europas und Deutschlands vom deutschen Faschismus zum 80. Mal. Ausgerechnet russische Vertreter, die Nachfahren und Hinterbliebenen der Roten Armee, die den Hauptteil der Befreiung leistete und im Kampf die meisten Leben ließ, sollen nicht an deutschen Gedenkveranstaltungen teilnehmen dürfen.

„Eine Ausladung russischer Vertreter ist absurd und ein Schlag ins Gesicht der Hinterbliebenen unserer Befreier“, so der BSW Landtagsabgeordnete Andreas Kutsche. Er verweist darauf, dass diese „versuchte Ausgrenzung russischer Vertreter auch aus den Reihen der SPD und CDU zurecht kritisiert wird.“ Die BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg wird sich weiterhin für die Teilnahme russischer Vertreter an Gedenkveranstaltungen aussprechen. „Miteinander reden ist immer besser aus Schweigen. Im Sinne der Diplomatie und eines angemessenen Gedenkens freuen wir uns, wenn russische Vertreter an Gedenkveranstaltungen teilnehmen,“ so Kutsche.

Jüngst forderte der ukrainische Botschafter Makeiev für eine Gedenkveranstaltung im sächsischen Torgau ein Teilnahmeverbot russischer Vertreter.

Hierzu Kutsche abschließend: „Wir verurteilen den Krieg gegen die Ukraine. Dass jedoch ausgerechnet ein Botschafter der Ukraine, in dem Faschisten wie Stepan Bandera als  Nationalhelden gefeiert werden, uns vorschreiben will, wie wir der Befreiung vom Faschismus zu gedenken haben, ist inakzeptabel.“, sagt Andreas Kutsche.

 

Potsdam, den 28.04.2025

Pressemitteilung von BSW-Fraktion Brandenburg, 28.04.2025
single.php