BSW-Fraktion Brandenburg
PM: „Zum Frieden erziehen“
Potsdam, 26.05.2026 – Zu Berichten über den Vorschlag des Deutschen Roten Kreuzes, Zivilschutz, auch mit militärischem Bezug, bereits im Schulunterricht zu verankern, erklärt der bildungspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Falk Peschel:
„Wenn im Zusammenhang mit Schulunterricht von militärischem Ernstfall, strategischen Knotenpunkten und Verteidigungsszenarien die Rede ist, irritiert das viele Bürgerinnen und Bürger, gerade in Ostdeutschland. Nach der Wende ist die vormilitärische Prägung des Bildungswesens bewusst überwunden worden. Diese historische Sensibilität muss auch heute respektiert werden.
Bevölkerungsschutz darf nicht mit einer schleichenden Militarisierung des gesellschaftlichen Denkens vermischt werden. Schulen sollen junge Menschen auf demokratisches Zusammenleben, soziale Verantwortung und zivile Krisenhilfe vorbereiten und nicht auf Kriegsszenarien. Praktische Inhalte wie Erste Hilfe, Brandschutz oder Katastrophenschutz sind sinnvoll. Solche Inhalte können im Rahmen des Formats ‚Feuerwehr macht Schule‘ gefördert werden. Sie müssen aber klar im zivilen Rahmen bleiben. Statt militärische Bedrohungslagen in den Mittelpunkt zu rücken, braucht Brandenburg mehr Investitionen in soziale Infrastruktur, Katastrophenschutz und mehr Bemühung um Friedenspolitik. Wir müssen unsere Kinder zum Frieden erziehen und nicht zum Krieg.“