BSW-Fraktion Brandenburg
PM: Unsere Imker stärken und vor Freihandelsirrsinn schützen
In der Landtagsdebatte zum Antrag der BSW-Fraktion und SPD-Fraktion „Regionale Imker stärken – Klarheit und Wahrheit für Verbraucherinnen und Verbraucher“ unterstrich Gunnar Lehmann, landwirtschaftspolitisch Sprecher der BSW-Fraktion die Bedeutung der Biene und wie wir unsere Imker schützen und stärken können:
„Die domestizierte Honigbiene ist hinsichtlich der Wertschöpfung rein rechnerisch das viertwichtigste Nutztier in Deutschland. Honig und andere Bienenprodukte sind gefragt. Zudem ist die Biene wichtig für den Bestäubungsprozess.
Die Zahl der Imker und der von ihnen gehaltenen Bienenvölker in Deutschland steigen seit einigen Jahren. Dennoch importiert Deutschland mehr Honig als es selbst produziert. Es gilt, unsere Imker zu stärken und nicht mit Freihandelsabkommen, unsere Landwirtschaft kaputt zu machen. Dies droht durch mit der Ende Oktober 2025 in Kraft getretenen Erweiterung des Handelsabkommens zwischen der EU und der Ukraine. Die zulässigen Importkontingente für Honig wurden massiv auf 35.000 Tonnen pro Jahr erhöht. Noch Schlimmeres ist vom Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen MERCOSUR-Staaten zu erwarten, in dem für Honig ein zollfreies Kontingent von 45.000 Tonnen im Jahr vorgesehen ist.
Die heimische Landwirtschaft ist das erste Opfer auf dem Altar der freien Märkte! Die deutsche Bundesregierung ist den Landwirten in den Rücken gefallen. Unsere letzte Hoffnung liegt nun bei Frankreich, Italien und Polen, den Widerstand aufrechtzuerhalten. Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den Bauern, die dieser Tage in Brüssel friedlich demonstrieren. Das Mercosur-Abkommen muss scheitern zum Wohle der Landwirtschaft in Europa und in Südamerika!
Eine bessere Kennzeichnung der Herkunft von Honig mit der Umsetzung der EU-Honig-Richtlinie begrüßen wir. Methoden zur Identifikation verfälschten Honigs sind bekannt, sie müssen harmonisiert und offiziell anerkannt werden. Wir werden in Brandenburg die finanzielle Förderung unserer heimischen Imkerei fortsetzen, um den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen.“