BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Solidarität mit Brandenburgs Apotheken – Versorgung sichern

Potsdam, 23.03.2026 – Anlässlich des bundesweiten Protesttags der Apotheker am heutigen Montag, erklärt Andreas Kutsche, gesundheitspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg:

„Wir erklären unsere Solidarität mit den Apothekerinnen und Apothekern. Besonders im ländlichen Raum ist die wohnortnahe Versorgung akut gefährdet. Immer mehr Menschen spüren bereits eine schleichende Unterversorgung im Gesundheitswesen. Das ist ein unübersehbares Warnsignal.

Aber der Konflikt offenbart auch ein grundlegendes Problem: steigende Kosten, aber eine politisch gewollte falsche Verteilung von Steuermitteln. Während im Gesundheitswesen gespart wird, fließen Milliarden in Aufrüstung. Das ist keine Sachzwanglogik, sondern eine Frage politischer Prioritäten. Und diese Prioritäten setzen unseren Sozialstaat zunehmend unter Druck.

Für die BSW-Fraktion ist klar: Gesundheitsversorgung ist öffentliche Daseinsvorsorge und darf nicht den Marktlogiken überlassen werden. Die zunehmende Kommerzialisierung, etwa durch den Versandhandel, lehnen wir entschieden ab. Für viele Menschen bleibt die persönliche Beratung und die unmittelbare Versorgung vor Ort unverzichtbar.

Eine bessere Vergütung für Apotheken ist notwendig, wenn die wohnortnahe Versorgung gesichert werden soll. Die Bundesregierung muss ihre Zusagen aus dem Koalitionsvertrag endlich einlösen und die Apotheken wirtschaftlich stärken. Die bisherigen Reformansätze greifen zu kurz: Es reicht nicht, Aufgaben auszuweiten, ohne die finanzielle Grundlage zu sichern.

Der Protesttag zeigt deutlich: Es geht nicht um Einzelinteressen, sondern um die Zukunft einer flächendeckenden, solidarischen Gesundheitsversorgung. Dafür braucht es dringend ein politisches Umsteuern.“

 

 

Hintergrundinfo:

Viele Apotheken sind wirtschaftlich am Limit: Seit 13 Jahren wurde das Honorar für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht, während die Kosten massiv gestiegen sind. Bundesweit schließen jährlich rund 500 Apotheken.

Pressemitteilung von BSW-Fraktion, 23.03.2026
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