BSW-Fraktion Brandenburg
PM „Pflege statt Panzer!“
Potsdam, 26.02.2026 – Der pflegepolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Andreas Kutsche, hat in der heutigen Landtagsdebatte vor einer technikzentrierten Scheinlösung in der Pflege gewarnt und stattdessen eine Verbesserung der Finanzierung gefordert.
„Der Pflegenotstand ist kein Technologieproblem. Er ist vor allem ein Finanzierungs- und Strukturproblem“, sagte Kutsche „Pflegekräfte arbeiten am Limit. Überstunden sind Normalität, Einspringen aus der Freizeit ist Alltag, Zeit für Gespräche fehlt. Viele verlassen erschöpft den Beruf. Das ist die Realität in unserem Land. Diese Realität entsteht nicht, weil wir zu wenig Roboter einsetzen, sondern weil Pflege strukturell unterfinanziert ist.“
Kutsche verwies auf die Studie ‚Ich pflege wieder, wenn…‘: „Mindestens 300.000 zusätzliche Vollzeitstellen könnten aktiviert werden, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen. Und diese Bedingungen sind klar benannt: höhere Personalschlüssel, verlässliche Dienstpläne, planbare Freizeit, bessere Bezahlung, echte Wertschätzung.“
Kutsche kritisierte „Wenn es um Pflege geht, heißt es: Kein Geld da. Wenn es um Aufrüstung geht, gibt es Milliardenprogramme. Ein Land, das Panzer finanzieren kann, kann auch Pflege finanzieren. Besser wäre: Pflege statt Panzer!“
Abschließend betonte Kutsche: „Wir müssen die entscheidende Frage beantworten: Wie wollen wir im Alter leben und gepflegt werden? Mit Würde. Mit Zeit. Mit Menschlichkeit.“