BSW-Fraktion Brandenburg
PM: „Nach 36 Jahren SPD-Führung sind die Bildungsdefizite offensichtlich“
Potsdam, 08.09.2026 – Zu den historisch schlechten PISA-Ergebnissen der Jugendlichen in Deutschland und der anhaltenden Bildungskrise erklärt der bildungspolitische Sprecher BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Falk Peschel:
„Ich sehe strukturelles Versagen im Bund, aber ganz besonders auch im Land Brandenburg. Nach 36 Jahren SPD-geführter Landesregierung sind die Defizite mehr als offensichtlich. Diese Versäumnisse entstehen bereits in der frühkindlichen Bildung. Umso bedauerlicher und unverständlicher ist es, dass die Landesregierung aus SPD und CDU nicht einmal bereit ist, eine minimale Verbesserung des Betreuungsschlüssels im U3-Bereich umzusetzen. Ich sehe bei dieser Koalition keinerlei Ansätze, effektiv gegenzusteuern. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass junge Menschen die Schule ohne die Basiskompetenzen für ihren Lebensweg verlassen: Unser Bildungssystem muss endlich so aufgestellt werden, dass es soziale Ungleichheiten wirksam ausgleicht!“
Fraktionsvorsitzender Niels-Olaf Lüders ergänzt mit Blick auf die soziale Dimension der Ergebnisse:
„Hier liegt ein gravierendes sozialpolitisches Problem vor – nämlich bei der Chancengerechtigkeit. Es ist die ureigene Aufgabe des Bildungswesens, ungleiche Startbedingungen bestmöglich zu kompensieren. Doch die bestehende Landesregierung ist weder in der Lage, echte Chancengleichheit herzustellen, noch gelingt es den Schulen unter diesen Rahmenbedingungen, die Schieflage auszugleichen. Dieses kollektive Versagen geht einzig und allein zu Lasten unserer Kinder.“
Hintergrund
Die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie markieren einen neuen Tiefstand: Jugendliche in Deutschland schneiden in Naturwissenschaften, im Lesen und in der Mathematik so schlecht ab wie nie zuvor seit Beginn der Erhebungen. Rund 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler verfügen nicht über ausreichende Basiskompetenzen; etwa einem Drittel fehlen grundlegende Fähigkeiten der Kompetenzstufe II, die für Ausbildung, Beruf und Alltag zwingend erforderlich sind. Zudem weist die Studie erneut nach, dass der Bildungserfolg und Kompetenzerwerb in Deutschland seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich nachlassen und in besonders drastischem Maße von der sozialen Herkunft bzw. dem sozioökonomischen Status des Elternhauses abhängen.