BSW-Fraktion Brandenburg
PM: Minister Hoffmann wälzt eigenes Versagen auf Lehrkräfte und Schüler ab
Potsdam, 20.08.2026 – Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres hat Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) angekündigt, die Entlastungsstunde für Lehrkräfte zurückzunehmen und Schulen Kürzungen im Unterrichtsplan der Klassen 7 bis 10 zu ermöglichen, um auf über 300 unbesetzte Vollzeitstellen zu reagieren.
Dazu erklärt Falk Peschel, bildungspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„30 Jahre verfehlte Bildungspolitik werden auch unter CDU-Führung konsequent fortgesetzt. Was Bildungsminister Gordon Hoffmann wenige Tage vor dem Schulstart präsentiert, ist die pure Bankrotterklärung der brandenburgischen Bildungspolitik. Auch unter Minister Hoffman gibt es keine sichtbare Veränderung des chaotischen Führungsstils im MBJS. Laut Website des MBJS waren es vor wenigen Tagen noch knapp 140 unbesetzte Stellen – nun sind es plötzlich über 300. Wer derart mit Zahlen jongliert, hat die Lage im eigenen Haus schlichtweg nicht mehr im Griff.
Anstatt echte, tragfähige Lösungen vorzulegen, betreibt die Landesregierung reine Flickschusterei. Dass jetzt Studenten die Kastanien aus dem Feuer holen sollen, ist unzumutbar. Das dicke Ende kommt mit Ansage: Spätestens im Oktober, wenn an den Universitäten das Semester beginnt, stehen die Schulen vor dem nächsten Kollaps und müssen ihre mühsam erstellten Stundenpläne wieder komplett über den Haufen werfen.
Dass Minister Hoffmann das eigene Versagen nun auf dem Rücken derjenigen abwälzt, die an Förderschulen oder Schulen mit hohem Sozialindex ohnehin an der Belastungsgrenze arbeiten, ist ein beispielloser Vertrauensbruch. Ihnen die Entlastungsstunde wieder zu streichen und zugleich den Unterricht in den Klassen 7 bis 10 zusammenzukürzen, ist bildungspolitischer Irrsinn. Damit wird sehenden Auges das Bildungsniveau unserer Kinder gesenkt und das verbliebene Personal in den Burnout getrieben. Diese Notoperation auf Kosten von Lehrkräften, Schülern und Eltern muss sofort gestoppt werden. Es ist höchste Zeit, endlich die Lehrerausbildung zu reformieren und attraktiver zu gestalten.“