BSW-Fraktion Brandenburg
PM: Landesregierung lässt ländliche Räume im Stich
Potsdam, 12.03.2026 – Laut Zahlen des Bundesarztregisters liegt Brandenburg bei der Dichte von Ärztinnen, Ärzten und Psychotherapeutinnen und -therapeuten bundesweit auf dem letzten Platz. Auf 100.000 Einwohner kommen hier rund 200 niedergelassene Mediziner. Dazu erklärt Andreas Kutsche, gesundheitspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Dass Brandenburg beim Zugang zu Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen bundesweit Schlusslicht ist, ist ein politischer Skandal – vor allem für die Menschen auf dem Land, die teils wochenlang auf Termine warten oder lange Wege in Kauf nehmen müssen. Seit Jahren warnen Kommunen, Kassenärzte und Patientenverbände, doch den alten Parteien scheint das egal zu sein.
Wer den ländlichen Raum wirklich stärken will, muss endlich konsequent gegensteuern: mit einer besseren Förderung von Landarztpraxen, mehr medizinischen Versorgungszentren in öffentlicher oder gemeinnütziger Hand und verbindlichen Angeboten für junge Medizinerinnen und Mediziner, im ganzen Land zu arbeiten – nicht nur in Potsdam und im Berliner Speckgürtel. Wir brauchen eine Versorgung nach Bedarf statt nach Profit, sonst wird Brandenburg zur gesundheitspolitischen Wüste. Aber das gilt auch für stationäre Ärzte und Kliniken. Auch hier wird erheblich eingespart. Das darf nicht sein! Krankenhäuser sind keine profitorientierten Wirtschaftsunternehmen, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.“