BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Kriegshysterie auch in Brandenburg? Nicht mit uns!

Potsdam, 17.11.2025 – Ab heute erprobt ein Wachbataillon der Bundeswehr unter anderem in der Brandenburger Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin den „Orts- und Häuserkampf sowie den Objektschutz verteidigungswichtiger Infrastruktur im urbanen Raum“. Die Übung findet unter dem Namen „Bollwerk Bärlin“ statt und wird vom 17. bis 21. November durchgeführt.

Hierzu erklärt Falk Peschel, parlamentarischer Geschäftsführer der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg: „Die BSW-Fraktion unterstützt die Bundeswehr in ihrem grundgesetzlich verbrieften Auftrag der Landesverteidigung. Die aktuelle Ausgestaltung der Bundeswehr als NATO- und Interventionsarmee lehnen wir jedoch ab. Ebenso abgelehnt wird von uns die Angstmacherei der Bundesregierung, die einen vermeintlich kurz bevorstehenden Angriff auf Deutschland sprichwörtlich herbeiredet. Dass u.a. in Rüdersdorf ab heute die Verteidigung Berlins als Häuserkampf geprobt wird, reiht sich aus unserer Sicht in diese Kriegshysterie ein und erinnert – ebenso wie der Operationstitel ‚Bollwerk Bärlin‘ – an die finstersten Zeiten deutscher Geschichte“

Peschel weiter: „Anstatt immer häufiger Militärübungen mit martialischen Titeln zu veranstalten und die Militarisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben, täten die politisch Verantwortlichen gut daran, durch kluge Diplomatie und Interessensausgleich dafür zu sorgen, dass ein ‚Kampf um Berlin‘ nie wieder Realität wird. Zu bedenken gilt zudem, dass ein nächster Krieg vermutlich nicht im Häuserkampf um Berlin enden würde, sondern in einem atomaren Schlagabtausch. Ein solches Szenario gilt es mit aller Kraft zu verhindern.“

 

Pressemitteilung von BSW-Fraktion Brandenburg, 17.11.2025
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