BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Krankenhausreform in Brandenburg – BSW fordert sektorenübergreifende Lösungen statt Schubladendenken

Potsdam, 30.09.2026 – Im heutigen Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt (AASGZ) kam die Umsetzung der Krankenhausreform erneut deutlich zur Sprache. Besonders betroffen sind Regionen wie Wittstock und Bernau, wo Krankenhausschließungen die Versorgungsstrukturen grundlegend verändern. Andreas Kutsche, gesundheitspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, forderte in der Aussprache:

„Es darf kein Schubladendenken bei der gemeinsamen Ausgestaltung der ambulanten Versorgung geben. Wir brauchen innovative Lösungen auf Landesebene, um eine wirkliche sektorenübergreifende Versorgung für Brandenburg zu schaffen – nicht nur in Potsdam oder Cottbus, sondern auch in Wittstock, Bernau und vielen anderen ländlichen Regionen.

Die handfesten Sorgen der Bürger vor einer verschlechterten medizinischen Infrastruktur pauschal als ‚Angstschürerei‘ abzutun, ist affig. Es zeigt, wie die politischen Debatten hier im Parlament an der Realität der Bürger vorbeigehen.“

Auf Nachfrage gelang es Kutsche, eine wichtige Zusage des Ministers zu gewinnen:
„Dass die Kindermedizin in Bernau erhalten bleiben soll ist ein wichtiges Signal für die Familien der Region. Ohne Gesamtkonzept, das die regionalen Bedürfnisse in der Bedarfsplanung angemessen berücksichtigt, bleibt es aber Stückwerk.“

Im Tagesordnungspunkt zum Haushaltsgesetz 2027/28 stellte Kutsche erhebliche Finanzierungslücken fest:
„Die Absenkung der Förderung von Kinderschutzinstitutsambulanzen werden wir nicht hinnehmen. Auch nicht, dass das DiReNa-Netzwerk außen vor bleiben soll.“

Pressemitteilung von BSW-Fraktion Brandenburg, 30.09.2026
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