BSW-Fraktion Brandenburg
PM: Kindertag darf kein Symboltag bleiben
Potsdam, 01.06.2026 – Zum heutigen Internationalen Kindertag erklärt Andreas Kutsche, sozialpolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg:
„Mehr als 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland leben in Armut – jedes siebte Kind. In Brandenburg sind rund 70.600 betroffen, besonders Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Dass Kinder in einem reichen Land wie Deutschland mit Entbehrungen oder unsicheren Lebensverhältnissen aufwachsen, ist ein Armutszeugnis.
Alarmierend ist, dass Armut längst kein Randphänomen mehr ist: Zwei Drittel der betroffenen Kinder leben in Familien, in denen mindestens ein Elternteil arbeitet. Niedrige Löhne sowie steigende Wohn-, Energie- und Lebenshaltungskosten treiben immer mehr Familien in die Armut. Kein Kind darf in Armut aufwachsen, unabhängig von der Erwerbssituation der Eltern. Dafür braucht es eine verlässliche Absicherung von Familien, höhere Löhne, stärkere Tarifbindung und bezahlbaren Wohnraum.
Statt wirksam gegenzusteuern, plant die Bundesregierung weitere Kürzungen im Sozialbereich. Sanktionen bei der Grundsicherung, drohende Einschnitte in der Jugendhilfe und beim Elterngeld sind inakzeptabel. Wer im Sozialen kürzt, verschärft die Armut – und trifft die Schwächsten: die Kinder. Der Kindertag darf kein Symboltag bleiben. Er muss ein Weckruf sein, Kinderarmut endlich zur politischen Priorität zu machen, auch in Brandenburg.“