BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Kein Schuften bis zum Umfallen und keine Rente je nach Börsenlage

Potsdam, 23.06.2026 – Zu den Vorschlägen der Rentenkommission erklärt der sozialpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Andreas Kutsche:

„Die Vorschläge der Rentenkommission gehen in die falsche Richtung. Länger arbeiten, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen und die gesetzliche Rente stärker von den Finanzmärkten abhängig machen – das belastet vor allem diejenigen, die jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Wer 45 Jahre gearbeitet hat, muss auch künftig ohne Abschläge in Rente gehen können. Kein Mensch darf bis zum Umfallen schuften müssen.

Die BSW-Fraktion lehnt eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und eine verpflichtende Kapitaldeckung entschieden ab. Gerade das Beispiel Schweden, auf das sich die Bundesregierung beruft, zeigt, dass Schwankungen an den Kapitalmärkten zu Einbußen bei Rentenansprüchen führen können. Ein solches System ist nicht stabil genug, um Menschen dauerhaft vor Altersarmut zu schützen. Die BSW-Fraktion fordert neben der Einführung eines solidarischen Rentensystems, in das alle Erwerbstätigen einzahlen, auch die Abschaffung der Altersversorgung über berufsständische Versorgungswerke, die in Deutschland einkommensstarken Berufsgruppen wie Rechtsanwälten, Ärzten, Apothekern oder auch anderen eine separate Altersvorsorge ermöglicht, ohne in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Gerade angesichts der stark gestiegenen Lebenshaltungskosten, insbesondere der Wohnkosten, müssen kleine Renten von der Besteuerung befreit und eine armutsfeste Mindestrente gesichert werden. Finanziert werden kann das durch moderat höhere Beiträge und einen stärkeren Bundeszuschuss. Banken und Versicherungen dürfen nicht die Gewinner einer Rentenreform sein.“

Pressemitteilung von BSW-Fraktion, 23.06.2026
single-pressemitteilung.php