BSW-Fraktion Brandenburg
PM: „Identitätspolitische Fehlentwicklungen sind dem Kindeswohl nicht zuträglich“
Potsdam, 18.06.2026 – Zum Antrag im Brandenburger Landtag, die „Sexualpädagogik der Vielfalt“ an Kindergärten und Schulen zu untersagen, erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der BSW-Fraktion, Falk Peschel:
„Ja, es gibt Fälle von Sexualpädagogik verschiedener Art, die in den letzten Jahren zu Recht Empörung oder Verwunderung ausgelöst haben. Ich erinnere da etwa an einen Theaterworkshop in Sachsen vor etwa zwei Monaten, der von der Antonio-Amadeu-Stiftung gefördert wurde und wo Neuntklässlern mutmaßlich nicht jugendfreie Inhalte gezeigt wurden. Verstehen Sie mich nicht falsch. Wir als BSW-Fraktion sind Verfechter des Prinzips ‚Jeder nach seiner Fasson‘. Aber dieser Ansatz hat Grenzen. Etwa dann, wenn identitätspolitische Fehlentwicklungen der letzten Jahre in das Bildungssystem schwappen und als Folge haben, dass nicht altersgerechte und nicht der Situation und dem pädagogischen Auftrag angemessene Lehrinhalte an Kindern sozusagen ‚ausprobiert‘ werden. Diese Fehlentwicklungen sind dem Kindeswohl nicht zuträglich.“
Peschel erteilte sowohl ideologischer Bevormundung als auch moralischer Panikmache eine Absage und fordert stattdessen einen sachlichen, am Kindeswohl orientierten Ansatz:
„Wir wollen keine Kulturkämpfe in Kindergärten und Schulen und keine politischen Stellvertreterdebatten auf dem Rücken von Kindern. Die entscheidende Frage lautet doch: Was schützt Kinder tatsächlich? Kinder werden nicht dadurch geschützt, dass Themen gänzlich tabuisiert werden. Kinderschutz gelingt dort, wo Kinder im richtigen Alter dazu befähigt werden, Grenzen zu erkennen, Nein zu sagen und Vertrauen zu Erwachsenen zu entwickeln. Er gelingt dort, wo Eltern einbezogen werden, Fachkräfte gut ausgebildet sind und Einrichtungen über funktionierende Schutzkonzepte verfügen. Genau darauf sollten wir unsere Aufmerksamkeit richten. Das heißt: Wir brauchen eine sachliche Debatte über Kinderschutz. Wir brauchen Transparenz. Wir brauchen starke Elternrechte. Und wir brauchen eine Pädagogik, die sich ausschließlich am Wohl der Kinder orientiert statt an politischen Schlagworten und modischen Trends.“