BSW-Fraktion Brandenburg
PM: „Ein Schlag ins Gesicht von Millionen“
Potsdam, 22.05.2026 – Laut Medienberichten will die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission empfehlen, das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 70 Jahre anzuheben und gleichzeitig das Rentenniveau zu senken. Diese Vorschläge kommentiert der sozialpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Andreas Kutsche:
„Die Rente mit 70 ist nichts anderes als eine heimliche Enteignung der arbeitenden Mehrheit – wer jahrzehntelang malocht, soll länger schuften und weniger Rente bekommen. Diese Kommission macht Politik im Sinne der oberen Zehntausend, statt endlich ein faires und lebenswürdiges Rentenmodell zu erarbeiten. Wenn die Bundesregierung diesem Vorschlag folgt, wäre das ein Schlag ins Gesicht von Millionen Beschäftigten. Gerade für Brandenburg, wo die Zahl der Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, um 48% gestiegen ist, wäre das verheerend. Die Landesregierung muss sich entschieden dagegenstellen.
Anstatt immer mehr Rentner in die Armut zu treiben, fordern wir, dass Renten bis 2000€ steuerfrei gestellt werden und ein Rentenmodell nach dem Vorbild Österreichs, wo der durchschnittliche Rentner gut 800 Euro mehr im Monat in der Tasche hat. Dafür brauchen wir eine Rentenkasse, in die alle einzahlen: Auch Beamte und Politiker.“