BSW-Fraktion Brandenburg

PM: „Der Wohnraummangel darf nicht zum Bremsklotz für Brandenburg werden“

Potsdam, 27.08.2026 – Zu den Ergebnissen der aktuellen Pestel-Studie, nach der in Brandenburg rund 28.000 Wohnungen fehlen, erklärt der Sprecher für Bürokratieabbau der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Christian Dorst:

„Der Mangel an 28.000 Wohnungen in Brandenburg ist längst nicht mehr nur ein soziales Problem – er wird zum akuten Bremsklotz für unseren gesamten Wirtschaftsstandort. Familien finden kein bezahlbares Zuhause, junge Menschen müssen ihre Zukunft aufschieben und Betriebe können offene Stellen nicht besetzen, weil Fachkräfte schlicht keine Wohnung finden. Wer hier tatenlos zusieht, gefährdet den Wohlstand und die Entwicklung unseres Landes.

 Baugenehmigungen allein auf dem Papier schaffen noch kein Dach über dem Kopf. Wir müssen endlich schneller, einfacher und günstiger bauen. Das Bürokratiemonster bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, das weit über die Landesbauordnung hinausgeht, muss konsequent abgebaut werden: durch verbindliche Bearbeitungsfristen, nicht nur bei den Baubehörden, echte Digitalisierung und praxistaugliche Standards. Wir fordern jetzt einen verbindlichen Wohnungsbau-Pakt von Land, Kommunen und Bauwirtschaft. Es braucht eine langfristig verlässliche Wohnraumförderung und einen massiven Schub für serielles sowie kostensparendes Bauen, damit Wohnraum in Brandenburg, gerade dort wo er am drängendsten gebraucht wird, wieder bezahlbar wird.“

 

 

Hintergrund

 

Laut einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts fehlen in Brandenburg derzeit rund 28.000 Wohnungen. Besonders angespannt ist die Lage im Berliner Umland, doch auch kleinere Städte und ländliche Regionen verzeichnen einen steigenden Bedarf an bezahlbaren Miet- und barrierearmen Wohnungen.

Der Rückgang im Wohnungsbau hat zugleich spürbare ökonomische Auswirkungen: Durch die gedämpfte Bautätigkeit lag der Umsatz der brandenburgischen Bauwirtschaft netto um 1,3 Milliarden Euro unter dem Niveau vor 2025. Zudem führen die Bauausfälle zu Mindereinnahmen bei der Umsatz- und Grunderwerbsteuer sowie bei den Sozialversicherungen.

Pressemitteilung von BSW-Fraktion, 27.08.2026
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