BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Corona-Enquete tagt am 2. Oktober – Krisenkommunikation und Gesundheitsdaten im Fokus

Potsdam, 29. September 2026 – Anlässlich der für Freitag, den 2. Oktober 2026, geplanten 14. Sitzung der „Corona-Enquete-Kommission“ des Landtags Brandenburg, erklärt Christian Dorst, Mitglied der BSW-Fraktion in der Enquete-Kommission:

„Eine ernsthafte Aufarbeitung der Corona-Pandemie muss auch danach fragen, wie gut unser Krisenmanagement tatsächlich funktioniert hat und auf welcher Datengrundlage weitreichende Entscheidungen getroffen wurden. Ebenso wichtig ist die Frage, wie staatliche Kommunikation in einer Krise gestaltet sein muss, damit sie transparent und nachvollziehbar bleibt.

Mit zwei Fachgesprächen wollen wir nicht nur zurückblicken. Entscheidend ist, konkrete Lehren für die Zukunft zu ziehen: Welche Strukturen müssen verbessert werden? Welche Daten brauchen wir? Wie können Informationswege schneller und verlässlicher werden? Und wie schaffen wir es, auch in einer Ausnahmesituation unterschiedliche wissenschaftliche Einschätzungen und bestehende Unsicherheiten offen zu kommunizieren?

Ich lade alle interessierten Brandenburgerinnen und Brandenburger herzlich ein, die öffentliche Sitzung vor Ort oder im Livestream zu verfolgen.“

Zur Sitzung am Freitag:

Im ersten Fachgespräch geht es um „Strukturen und Koordinierungsmechanismen des Krisenmanagements sowie der Krisenkommunikation in Gesundheitskrisen“. Als Sachverständige nehmen Univ.-Prof. (i. R.) Dr. Martin Löffelholz, Leiter eines Teilvorhabens zur inter- und intrabehördlichen Risiko- und Krisenkommunikation im MIRKKOMM-Projekt, sowie Prof. Dr. Stefan Stieglitz, Professor für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation an der Universität Potsdam, teil.

Im Mittelpunkt steht damit eine zentrale Frage der Corona-Aufarbeitung: Wie muss Krisenmanagement organisiert und wie muss in einer Gesundheitskrise kommuniziert werden, damit Entscheidungen nachvollziehbar sind und das Vertrauen der Bevölkerung erhalten bleibt?

Ab 13 Uhr folgt das zweite Fachgespräch zum Thema „Digitale Meldewege, digitale Versorgungsstrukturen und Datengrundlagen zur Erfassung und Bewertung regionaler Versorgungslagen und -bedarfe“. Hierzu sind Dr. Sascha Jatzkowski, Leiter des Dezernats G2 beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit, Prof. Dr. Martin Sedlmayr, Professor für Medizinische Informatik an der TU Dresden, sowie Prof. Dr. Hajo Zeeb, Professor für Epidemiologie an der Universität Bremen und Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, eingeladen.

Dabei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, welche digitalen Strukturen und Daten künftig erforderlich sind, um regionale Versorgungslagen frühzeitig zu erkennen, unterschiedliche Informationen zusammenzuführen und politischen Entscheidungsträgern eine belastbare Grundlage für ihr Handeln zur Verfügung zu stellen.

Neben den beiden Fachgesprächen befasst sich die Enquete-Kommission mit den weiteren Fachgesprächen am 13. November. Zudem steht auf Antrag der BSW-Fraktion der weitere Umgang mit dem Schreiben der Gesellschaft für Virologie e. V. vom 27. August 2026 und die Beschlussfassung über ein Antwortschreiben der Enquete-Kommission auf der Tagesordnung.

Die Sitzung ist öffentlich. Interessierte können an der Sitzung im Landtag Brandenburg teilnehmen. Die Sitzung wird außerdem live im Internet übertragen und aufgezeichnet; die Aufzeichnung ist anschließend über die Mediathek des Landtages abrufbar.

Termin: Freitag, 2. Oktober 2026
Beginn: 10:00 Uhr
Ort: Landtag Brandenburg, Alter Markt 1, 14467 Potsdam, Raum 1.050
Öffentlich: Teilnahme vor Ort sowie Livestream/Aufzeichnung

Pressemitteilung von BSW-Fraktion Brandenburg, 30.09.2026
single-pressemitteilung.php