BSW-Fraktion Brandenburg
PM: BSW-Fraktion begrüßt Wolfsplenum und steht für zielgerichtete Entnahme von Wölfen
Anlässlich der Ankündigung des MLEUV, ein großes Wolfsplenum abzuhalten, erklärt das Andreas Kutsche, Mitglied für die BSW Fraktion im Ausschuss für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz:
„Wir nehmen die mit der Rückkehr des Wolfs verbundenen Herausforderungen – vor allem die Risse bei Weidetieren – sehr ernst. Unsere Aufgabe als Politik ist es, zwischen den unterschiedlichen Positionen zu vermitteln. Zuerst brauchen wir verlässliche Zahlen darüber, wie groß die Population tatsächlich ist.
Der Schutz der Weidetiere hat für uns oberste Priorität. Es darf nicht darum gehen, beim Weideschutz zu sparen. Kommt es trotzdem zu Rissen, müssen klare gesetzliche Regeln gelten, die im Einzelfall auch die Entnahme solcher Wölfe ermöglichen. Wir freuen uns, dass Staatssekretär Beyer laut Presseberichten auf diese Linie eingeschwenkt ist. Wir begrüßen zudem die Durchführung eines Wolfsplenums durch das Ministerium. Wir gehen davon aus, dass sich der von uns für die zuletzt im Landtag durchgeführte Anhörung benannte Sachverständige Karsten Arnold hier mit viel Sachkenntnis einbringen wird. “
Zum Hintergrund:
Die Schätzungen darüber, wie viele Wölfe es in Brandenburg tatsächlich gibt, gehen weit auseinander. Nach der Auffassung des von Der BSW-Fraktion in den Landtag eingeladenen Sachverständigen Karsten Arnold liegt der Bestand an Wölfen in Brandenburg in einem Bereich zwischen 350 und 600 Individuen. In der Pressemitteilung des MLEUV vom 11.08.2025 werden viel höhere Zahlen genannt. Deswegen ist es notwendig, hier für Klarheit zu sorgen. Das BSW folgt bezüglich des Wolfsmanagements der fachlichen Position von Karsten Arnold. Nach dessen Meinung sollte an erster Stelle der Weideschutz stehen. Weideschutz ist Naturschutz. An zweiter Stelle sollte die gezielte Entnahme von Wölfen dort erfolgen, wo tatsächlich Risse von Weidevieh erfolgt sind. Es geht also weniger um Abschussquoten, sondern um eine zielgerichtete Entnahme von Problemwölfen. Diesen Weg sollte man zunächst verfolgen und die Ergebnisse nach zwei oder drei Jahren neu diskutieren. Es gibt nur eine pragmatische Lösung, um den Weidetierhaltern zu helfen: Gut durchgeführte Prävention und strikte Entnahme bei Übergriffen.
Potsdam, den 12.08.2025
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