BSW-Fraktion Brandenburg

PM: Abwanderung von jungen Menschen – nicht Geschlechterrollen sind das Problem, sondern fehlende Perspektiven

Potsdam, 28.07.2026 – Anlässlich des gestern veröffentlichten Gleichstellungsdatenreports für das Land Brandenburg kommentiert die frauenpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Jenny Meyer:

„Wer Lebensrealitäten von Frauen verbessern will, muss Perspektiven und ein System der Sicherheit bieten. Das zeigt nicht zuletzt ein Blick zurück. Denn in der DDR waren Frauen unbestritten gleichberechtigter. Wir brauchen daher nicht in erster Linie den Abbau von Geschlechterrollen, sondern gut bezahlte Jobs, egal ob für Frauen oder für Männer. Um individuelle Lebensrealitäten zu verbessern, braucht es den Erhalt von Geburtsstationen und Kinderkliniken, sowie eine verlässliche Kinderbetreuung und nicht Verunsicherung durch permanente Diskussionen über deren Schließung oder Mittelkürzungen.

 Die Abwanderung von jungen Menschen aus Brandenburg, egal ob Mann oder Frau, muss in der Tat aufgehalten werden. Gute öffentliche Verkehrsanbindungen in den ländlichen Regionen, Unterkünfte für Auszubildende und Studierende und bezahlbarer Wohnraum sind hierfür wichtig. Auch eine bessere medizinische Versorgung in ländlichen Regionen. Die Bedingungen, um sich bewusst für die Gründung einer Familie zu entscheiden, müssen wieder hergestellt werden. Das heißt auch, sich gegen die Aufrüstung, die die Kriegsgefahr erhöht, zu stellen und die Ursachen für die Verteuerung des alltäglichen Lebens zu beheben. Und das sind auch die unsinnigen Wirtschaftssanktionen.  Es ist nachvollziehbar, wenn Brandenburger angesichts dieser Umstände darauf verzichten, Kinder in die Welt setzen.

 Wenn die Landesregierung diese Aspekte, die teilweise auch im Gleichstellungsdatenreport angerissen werden, nicht angeht, sollte sie von Gleichstellung lieber schweigen.“

Pressemitteilung von BSW-Fraktion Brandenburg, 28.07.2026
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