BSW-Fraktion Brandenburg

O-Ton: „Ein Schlag ins Gesicht“

Potsdam, 17.06.2026 – Zur Äußerung von Frau Ellen Fährmann (CDU), im ländlichen Raum würden an Demenz erkrankte Personen häufig ‚versteckt‘, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Landtag Brandenburg, Andreas Kutsche:

„Die Behauptung, dass Demenzerkrankte im ländlichen Raum ‚versteckt‘ würden, ist ein Schlag ins Gesicht für pflegende Angehörige und die vielen engagierten Fachkräfte in Brandenburg. Frau Fährmann zeichnet hier ein völlig veraltetes Bild, das im krassen Widerspruch zur Realität und den mühsam aufgebauten Strukturen steht. Ob Tagespflege, Demenz-WGs oder Beratungsnetzwerke wie die Alzheimer-Gesellschaft: Unsere Dörfer zeichnen sich durch sozialen Zusammenhalt und Teilhabe aus, nicht durch das Wegsperren von Erkrankten. Wer solche Zerrbilder verbreitet, tritt die Arbeit und das Engagement der Pflegenden mit Füßen!“

 

 

Hintergrund

Im Tagesspiegel-Artikel „Demenz in Brandenburg. 40 Prozent mehr Fälle bis 2060 erwartet“ vom 15.06.2026 erklärte Frau Fährmann von der CDU: „Wenn im Dorf jemand an Demenz erkrankt, wird er oft versteckt. Man will nicht, dass man Menschen mit ihren veränderten Wesenszügen in der Öffentlichkeit sieht.“

Pressemitteilung von BSW-Fraktion, 17.06.2026
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