FRAGEBOGEN
Warum hast du mit Politik angefangen bzw. warum interessierst du dich für Politik?
Weil ich als Vater von 4 Kindern in Patchwork-Familien erfahren habe, wie viel Verbesserungspotenzial es in der Familien-, Sozial- und Bildungspolitik gibt. Als StartUp-Unternehmer weiß ich zudem um die Vorteile, die kurze Wege und pragmatische Lösungen im Berufsleben haben, davon kann die Politik profitieren.
Was waren Deine Gründe dafür, dass Du beim BSW Mitglied werden und Dich hier engagieren wolltest?
Ich bin der Überzeugung, dass die schwächere Hälfte der Gesellschaft zuletzt keine authentische Repräsentation in der Politik hatte, das muss sich ändern. Die sozialpolitischen Analysen von Sahra Wagenknecht kann ich nicht nur nachvollziehen, ich teile sie. Ich glaube, dass das BSW einen Neuanfang darstellt und einen Aufbruch symbolisiert, den wir als Gesellschaft dringend benötigen, zumal ich persönlich schon länger in der SPD das S und in der CDU das C vermisse.
Wofür möchtest Du Dich im Landtag unter anderem einsetzen?
Meine Themen sind StartUps, Digitalisierung, Verkehr und Wirtschaft. Ich sehe Mobilität als eine Art Grundrecht an, deshalb arbeite ich daran, dass jeder Mensch, egal wie arm, alt oder jung, würdig von A nach B kommt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.
Die Politik darf das Potenzial und die Innovationskraft, die in unserem Mittelstand und einzelnen Gründern stecken, nicht hinter den sog. Gründungszentren der Hochschulen zurücklassen.
Wir hatten allein in der letzten Legislatur einen Personalaufwuchs im öffentlichen Dienst von über 13%, das sind ca. 6.000 Beschäftigte in Brandenburg. Dringend benötigte, tolle Leute, die durch schlankere Verfahren und mehr Digitalisierung noch so viel größeren Mehrwert für die Bürger schaffen könnten.
Warum glaubst Du, ist es wichtig, dass jemand wie Du politische Arbeit macht und warum kannst Du das Leben anderer Menschen verstehen und verbessern?
Ich bringe meine Erfahrungen als StartUp Unternehmer ein, d.h. ich will Probleme wirklich verstehen, baue gern auf und gestalte. Zudem habe ich das Schubladendenken schon immer verabscheut und pflege Kontakte und Freundschaften quer durch die Gesellschaft. Ich sehe den Mittelstand als das Rückgrat der Wirtschaft und als Lösung gegen Armut.
Neulich bezeichnete jemand meine Vita als „Cross-Polination CV“. Ich musste das googlen und fand es zutreffend im Sinne dessen, Perspektiven und Erfahrungen aus unterschiedlichen Tätigkeiten lösungsorientiert zu kombinieren.
Wofür interessierst Du Dich neben der Politik und was macht dir Freude?
Ich verbringe so viel Zeit wie möglich mit meinen Kindern, schraube gelegentlich an alten Dingen rum oder spiele in meiner Band.