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Gunnar Lehmann
- Kontakt
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Bürgerbüro
Fischerstraße 10,
15806 Zossen
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LEBENSLAUF
Geboren am: 08.09.1993
Beruf: Agrarwissenschaftler
2013 bis 2020 Studium der Agrarwissenschaften in Berlin und Göttingen
2021 bis 2022 Sachbearbeiter, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg
2022 bis 2023 Referent/wiss. Mitarbeiter für Agrarpolitik im Deutschen Bundestag
seit 2024 Sachbearbeiter Landwirtschaftsamt Teltow-Fläming
seit Oktober 2024 Mitglied des Landtags Brandenburg -
IM PARLAMENT
Mitglied im:
Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
Ausschuss für Europaangelegenheiten und Entwicklungspolitik
Ausschuss für Haushaltskontrolle
Stellvertreter im:
Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung
Sonderausschuss Lausitz
Sprecher der BSW-Fraktion für:
Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume -
FRAGEBOGEN
- Warum hast du mit Politik angefangen bzw. warum interessierst du dich für Politik?
Aufgewachsen auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb meiner Familie war ich stets im ländlichen Raum verwurzelt. Dort nahm auch mein politisches Engagement seinen Anfang. Als Parteiloser fungierte ich drei Jahre lang als stellvertretender Ortsvorsteher meines Heimatdorfes. Über eine gefestigte Weltanschauung und eine politische Vision verfügte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ausschlaggebend waren vielmehr ganz konkrete Anliegen meiner unmittelbaren Mitbürger. Die praktischen Phasen meines agrarwissenschaftlichen Studiums verbrachte ich später auf verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben im In- und Ausland. Dabei trat mir der Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit, der das Schicksal aller Lohnabhängigen festschreibt, immer deutlicher vor Augen. Ich erkannte in der ökonomischen Frage die entscheidende Triebfeder gesellschaftlicher Entwicklung. Insbesondere spontane Arbeitskämpfe übten einen bleibenden Eindruck auf mich aus. So wurde ich beispielsweise auf einer Farm in Namibia Zeuge eines wilden Streiks von Wanderarbeitern. Ähnliches erlebte ich auf einem deutschen Spargelfeld, wo rumänische Saisonarbeiter für ihren gerechten Lohn stritten. Gleichzeitig durfte ich die Segnungen der sogenannten sozialen Marktwirtschaft am eigenen Leibe kennenlernen: die Gängelung durch das Jobcenter und andere dysfunktionale Behörden, die Schlange vor der Tafel, prekäre Wohnverhältnisse und befristete Arbeitsverträge. All das bei weitgehendem Desinteresse oder Ablenkungsmanövern der politisch Verantwortlichen. Diese Erlebnisse ließen in mir den Wunsch reifen, an der Überwindung derartiger Verhältnisse mitzuwirken.
- Was waren Deine Gründe dafür, dass Du beim BSW Mitglied werden und Dich hier engagieren wolltest?
Die Gefahr einer weltweiten militärischen Eskalation mit unabsehbaren Folgen für die Menschheit treibt mich um. Während sich Millionen auf der Flucht befinden, Tausende junger Männer und Zivilisten auf allen Seiten der Front ihr Leben lassen für Interessen, die nicht die ihren sind, volkswirtschaftliche Ressourcen, Stahl, Energie und Arbeit verschwendet werden für ein Werk der Zerstörung und des Todes, fordern Politiker in Deutschland immer neue Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und gilt jeder als Staatsfeind, der daran auch nur leiseste Kritik äußert. Zur selben Zeit nimmt der Lebensstandard hierzulande spürbar ab. Die öffentliche Infrastruktur liegt am Boden, die Wirtschaft befindet sich in der Rezession, Arbeitsplätze sind in Größenordnungen gefährdet, die Preise für Grundnahrungsmittel, Energie und Mieten steigen, Löhne und Renten bleiben niedrig. Politisch droht die Reaktion aus dieser Lage auch noch gestärkt hervorzugehen. Das gesellschaftliche Klima kippt. In dieser unerträglichen Situation fehlte eine ernstzunehmende politische Alternative. Als Ordner durfte ich an den großen Kundgebungen von Sahra Wagenknecht für Diplomatie und Völkerfreundschaft in Berlin teilnehmen und wie viele andere Menschen in diesem Land wieder leise Hoffnung schöpfen.
- Wofür möchtest du dich Du Dich im Landtag unter anderem einsetzen?
Ich bin der Sprecher der BSW-Fraktion für Landwirtschaft, Umwelt, Verbraucherschutz, Ländliche Räume und Europa
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